Rohre Umformen

Laut Lexikon wird der Begriff „Umformen" als Fertigungsverfahren bezeichnet, in denen Metalle zu einem bestimmten Zweck plastisch in eine andere Form gebracht werden. Dabei wird ein gegossenes Ursprungsmaterial (z.B. gerade Aluminiumrohre) umgeformt zu einem meist weiter zu verarbeitenden Material (z.B. gebogene Aluminiumrohre). Sowohl Volumen, als auch Masse und Zusammenhalt des Werkstoffs bleiben erhalten, lediglich die Form verändert sich. Der Unterschied zwischen Umformen und Verformen besteht darin, daß beim Umformen, im Gegensatz zum Verformen, die Formänderung gezielt geschieht. Bei der Verformung von Gegenständen handelt es sich hingegen um eine ungezielte plastische Formveränderung (z.B. Autounfall bei dem die Karosserie verformt wird).

Das Umformen steht bei der Einteilung der Fertigungsverfahren nach DIN 8580 an zweiter Stelle. Das Umformverfahren dient dazu, den Gros der urförmigen Werkstoffe in Bleche, Drähte und andere Profile zu verwandeln. Diese Produkte durchlaufen in der Massenproduktion dann weiter umgeformt, da dieses Verfahren meist das wirtschaftlichste ist. Das Umformen kann sowohl im kalten als auch im erwärmten Zustand des Werkstoffes stattfinden. Die Warmumformung beruht auf einer Rekristallisation des Werkstoffes, der sich dann nicht mehr verfestigen kann. Die Kaltumformung hingegen ist eine Verformung unterhalb der Rekristallisationstemperatur, bei der es zu einer Vergestigung bei verminderter Zähigkeit kommt.

Umformen Outsourcing

Was ist unter „Umformen Outsourcing" zu verstehen?

Der Term „Umformen Outsourcing" setzt sich aus den beiden Worten „Umformen" und „Outsourcing" zusammen. Der Begriff „Umformen" bezeichnet die Fertigungsverfahren, die Metalle gezielt in eine andere Form bringen. Die Bezeichnung „Outsourcing" ist ein Kunstwort, welches aus den englischen Begriffen outside, resource und using zusammengesetzt ist. Es handelt sich beim „Umformen Outsourcing" also um ein Konzept, welches das Umformen bestimmter Werkstoffe auf ausserhalb des Unternehmens liegende Firmen überträgt.

Umformen Outsourcing ­ die Vorteile

Viele großen Firmen der Fertigungsindustrie bauen heutzutage auf das Outsourcing, d.h. die Auslagerung, bestimmter Produktionsprozesse. Dies verkleinert die Komplexität des gesamten Produktionsprozessen, indem gewisse Teilprozesse der Produktion an darauf spezialisierte Firmen weitergegeben werden. Auch beim Umformen ist Outsourcing ein immer beliebteres Mittel um wirtschaftlicher zu arbeiten. Firmen, die umgeformte Werkstoffe weiterverarbeiten, übertragen die Aufgabe des Umformens an Drittunternehmen, die zudem auch die Verantwortung für diesen Teil der Produktion zu übernehmen haben. Der konkrete Vorteil des Umformen Outsourcing liegt also darin, daß die Geschäftsprozesse weniger komplex und rationaler werden. Des Weiteren wird das Unternehmen flexibler und kann sich auf das Kerngeschäft konzentrieren. Alle Aufgaben, die nicht zum Kerngeschäft des Unternehmens gehören und die nicht selbst oder nur unter immensem Kostenaufwand selbst übernommen werden können, werden somit primär aus Kostengründen ausgelagert.

Rohr umformen

Das Rohr umformen gehört zu den Hauptgruppen der Fertigungsverfahren nach DIN 8580. Diese sind Umformen, Trennen, Fügen, Beschichten und Stoffeigenschaften ändern. Wer ein Rohr umformen möchte, muß eine plastische Formänderung des metallischen Werkstoffes anstreben. Dies erfolgt durch Fließen, welches eine Formänderung durch wachsende Belastung erwirkt. Metalle bestehen aus Kristalliten, die isotrop oder anisotrop ausgerichtet sind. Das Fließen erfolgt auf den metallspezifischen kristallographisch vorteilhaften Gleitebenen und in den bevorzugten Gleitrichtungen innerhalb der Kristallite. Möchte man ein Rohr umformen, muß man die Translationen bzw. Versetzungen zum Wandern bewegen, oder eine sogenannte Zwillingsbildung erwirken. Wandern setzt ein, wenn ein so hoher Druck auf den Werkstoff ausgeübt wird, daß der kritische Wert des jeweiligen Metalls überschritten wird. Bei der Zwillingsbildung (besonders bei hexagonalem Aufbau der Metalle) klappt das Gitter von einer Lage in einer andere Lage. Übt man jedoch einen zu großen Druck beim Rohr umformen aus, kann es zu Brüchen kommen. Um die diesbezügliche Technik zu perfektionieren und Fehlerquellen zu vermeiden, greift man heutzutage vermehrt auf die Simulation von Umformprozessen zurück. Mithilfe von Programmen werden spezifische Verfahren zum Rohr umformen simuliert und analysiert. Diese Simulation kann auch in einer Umgebung der virtuellen Realität geschehen.

Rohre umformen - Umformverfahren

Will man Rohre umformen, so muß man auf eines der Umformverfahren nach DIN 8582 zurückgreifen. Diese Umformverfahren werden nach Art der Spannung, die die Umformung auslöst, unterschieden.

DIN 8583: Druckumformen (nicht zum Rohre umformen geeignet)

  • Freiformen, z.B. Prägen von Münzen, Rundkneten, Elektrostauchen
  • Walzen zwischen bis zu 20 rotierenden Walzen z.B. für Zahnräder, Schraubengewinde, Bleche und Folien
  • Eindrücken
  • Schmieden, z.B. bei Kugeln und Schrauben
  • Durchdrücken, z.B. bei Hülsen
  • DIN 8584: Zugdruckumformen (nicht zum Rohre umformen geeignet)

Drücken

  • Innenhochdruckumformen
  • Energie-Impuls-Umformungen
  • Knickbauchen
  • Durchziehen, z.B. bei Draht
  • Tiefziehen von einer Platine zu einem bauchförmigen Blech
  • Kragenziehen
  • DIN 8585: Zugumformen (nicht zum Rohre umformen geeignet)

Werkzeugloses Drahtziehen

  • Weiten
  • Längen
  • Tiefen, z.B. bei KFZ-Schildern
  • DIN 8586: Biegeumformen (zum Rohre umformen geeignet)

Rundwalzen von Blechen

  • Abkanten
  • Biegen von Rohren
  • Biegen von Dachrinnen
  • DIN 8587: Schubumformen (nicht zum Rohre umformen geeignet)

Verschieben

  • Versrehen von Geländerstäben
  • Somit kann man also sagen, daß von allen Arten der Umformung lediglich das Biegeumformen nach DIN 8586 zum Rohre umformen geeignet ist.

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